Wenn es sich wie ein Rückschritt anfühlt – aber eigentlich Heilung ist
Wenn es sich wie ein Rückschritt anfühlt –
aber eigentlich Heilung ist
Über Veränderung, Überforderung und das Vertrauen in den Prozess.
Es gibt diese Phasen, in denen man plötzlich innehält. Weil sich alles wieder schwerer anfühlt. Lauter. Fragiler. Und man sich fragt, ob man irgendwo falsch abgebogen ist. Genau in so einer Phase sind wir gerade.
„Nicht die Dauer entscheidet, wie tief etwas sitzt – sondern der Zeitpunkt, an dem es passiert.“
Ein Schädel-Hirn-Trauma in den ersten Lebensmonaten prägt nicht, weil es lange her ist – sondern weil es passiert ist, bevor es Alternativen gab. Taya trägt Spannungen in sich, die ihr Körper gerade erst zu lösen lernt.
Was sich verändert hat
Durch Osteopathie und Bachblüten ist Taya weicher geworden. Weniger inneres Festhalten, mehr Offenheit.
Aber genau in diese Phase fiel Weihnachten. Besuch, Nähe, Veränderung. Alles gut gemeint, aber für einen Hund, der gerade beginnt, die permanente Spannung loszulassen, war es schlichtweg zu viel.
Entwicklung vs. Verschlechterung
Ein Nervensystem, das sich öffnet, wird zuerst sensibler. Reize kommen ungefilterter an. Das wirkt nach außen instabil – ist aber ein Zeichen von echter Bewegung.
Stillstand fühlt sich oft ruhiger an als echte Veränderung.
Das Schwierigste ist das Aushalten. Nicht sofort eingreifen, nicht alles bewerten. Nicht wieder festhalten, nur weil es sich früher „sicherer“ (weil starrer) angefühlt hat.
