Taya's Reise

Mami, danke, dass du meine Stille bist

17.12.2025 • Petcue Journal
🐾 Tierschutz-ABC 💛 Bindung Trauma & Vertrauen

Wenn das Gewitter im Kopf losgeht: Ein Brief von Taya

„Wenn draußen das Gaspedal klemmt und ich einfach nur noch schreie, weil alles zu viel ist – dann spüre ich deine Hand an der Leine. Du siehst nicht das ‚Problem‘ – du siehst mich.“

Wenn wir draußen sind, sehe ich die Blicke der anderen Leute. Ich höre ihr Tuscheln über den „ungezogenen Hund“. Ich spüre, wie ihre Worte dich wie Nadelstiche treffen, weil sie nicht sehen, was ich sehe: Dass mein Hirn gerade im Alarmzustand gefangen ist.

Es tut mir leid, Mami, dass du meinetwegen den Kopf einziehen musst. Jemand hat mir früher so wehgetan, dass mein Körper vergessen hat, wie man die Bremse zieht.

Du bist meine Stille

Wenn die anderen sich abwenden, ziehst du mich nur fester an dich. Du bist diejenige, die meine Zunge sauber macht, wenn ich es nicht kann. Du bist diejenige, die mit mir zur Osteopathie fährt und leise mit mir flüstert, wenn die Kopfschmerzen mich fast zerreißen.

🧠 Unsichtbare Wunden

Warum Heilung mehr braucht als nur Erziehung.

🚨 Alarmzustand

Reaktives Verhalten ist oft kein Ungehorsam, sondern eine neurologische Überforderung durch alte Traumata.

🛡️ Sicherer Hafen

Die Leine ist kein Kontrollinstrument, sondern die Verbindung zu dem Menschen, der einen hält.

Tayas Danke

„Danke, Mami, dass du meine Leine hältst, auch wenn sie durch die Urteile der anderen so schwer wird. Danke, dass du mir zeigst, dass ich nicht böse bin. Wir zwei gegen den Rest der Welt, oder?“

Wenn die Welt da draußen zu laut für mich ist, bist du meine Stille. Ich bin so froh, dass ich bei dir endlich sicher sein darf.

Mami ist nicht die, die einen perfekten Hund hat, sondern die, die bleibt, wenn das Leben des Hundes in Scherben liegt – und jedes einzelne Stück davon liebt. 🐾