Die ruhigen Tage…
Die ruhigen Tage waren für mich die schwersten
Warum Stille mehr Mut braucht als Chaos – und was Taya mir darüber beigebracht hat.
Am Anfang dachte ich, Fortschritt sieht laut aus. Weniger Angst. Weniger Reaktionen. Weniger Probleme. Und dann kamen sie plötzlich: die ruhigen Tage.
Wenn plötzlich kein „Problem“ mehr da ist
Taya reagierte weniger. Sie schlief mehr. Sie war einfach… da. Und statt Erleichterung spürte ich etwas anderes: eine seltsame Unruhe.
Was ich erst später verstanden habe: Stress übertönt viel. Gefühle. Zweifel. Eigene Gedanken. Als Taya ruhiger wurde, wurde es auch in mir leiser. Und plötzlich war da Raum für bohrende Fragen:
Mache ich genug?
Oder lasse ich gerade etwas Wichtiges schleifen, weil ich mich ausruhe?
Übersehe ich etwas?
Nur weil gerade nichts „auffällig“ ist, heißt es nicht, dass alles gelöst ist.
Darf das so sein?
Oder ist diese Ruhe nur die sprichwörtliche Stille vor dem nächsten Rückschritt?
Taya hatte gelernt, wachsam zu sein. Und ich hatte gelernt, Probleme zu lösen. Als beides weniger wurde, mussten wir etwas völlig Neues lernen: nichts tun – und darauf vertrauen.
Die Verknüpfung zum ABC
Erst später konnte ich diese Phase mit dem Tierschutz-ABC einordnen. Es sind die leisen Buchstaben, die das Fundament bauen:
S wie Sicherheit
Wenn Sicherheit wächst, darf das Nervensystem endlich runterfahren. Das sieht von außen oft aus wie „Passivität“, ist aber Heilung.
R wie Rückschritte
Rückschritte gehören dazu – besonders nach ruhigen Phasen. Sie sind kein Scheitern, sondern Teil der Integration des Erlebten.
Heute weiß ich: Wenn scheinbar nichts passiert, passiert im Inneren oft am meisten. Im Körper. Im Nervensystem. Und vor allem im Vertrauen. Taya musste nicht lernen, mehr zu leisten. Sie musste lernen, dass „Nichts-Tun“ sicher ist.
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