Mami, danke, dass du meine Stille bist
Wenn das Gewitter im Kopf losgeht: Ein Brief von Taya
„Wenn draußen das Gaspedal klemmt und ich einfach nur noch schreie, weil alles zu viel ist – dann spüre ich deine Hand an der Leine. Du siehst nicht das ‚Problem‘ – du siehst mich.“
Wenn wir draußen sind, sehe ich die Blicke der anderen Leute. Ich höre ihr Tuscheln über den „ungezogenen Hund“. Ich spüre, wie ihre Worte dich wie Nadelstiche treffen, weil sie nicht sehen, was ich sehe: Dass mein Hirn gerade im Alarmzustand gefangen ist.
Du bist meine Stille
Wenn die anderen sich abwenden, ziehst du mich nur fester an dich. Du bist diejenige, die meine Zunge sauber macht, wenn ich es nicht kann. Du bist diejenige, die mit mir zur Osteopathie fährt und leise mit mir flüstert, wenn die Kopfschmerzen mich fast zerreißen.
🧠 Unsichtbare Wunden
Warum Heilung mehr braucht als nur Erziehung.
🚨 Alarmzustand
Reaktives Verhalten ist oft kein Ungehorsam, sondern eine neurologische Überforderung durch alte Traumata.
🛡️ Sicherer Hafen
Die Leine ist kein Kontrollinstrument, sondern die Verbindung zu dem Menschen, der einen hält.
Tayas Danke
Wenn die Welt da draußen zu laut für mich ist, bist du meine Stille. Ich bin so froh, dass ich bei dir endlich sicher sein darf.
Mami ist nicht die, die einen perfekten Hund hat, sondern die, die bleibt, wenn das Leben des Hundes in Scherben liegt – und jedes einzelne Stück davon liebt. 🐾
